D. 19,2,26 und die Kunst des Übersetzens

Roč.11,(2006)

Abstrakt
Der Beitrag untersucht die methodischen Herausforderungen des Übersetzens römischer Rechtsquellen am Beispiel von Ulpians Fragment D. 19,2,26. Wacke zeigt, wie mehrdeutige Begriffe, insbesondere im Bereich der locatio conductio, das Disambiguieren durch den Übersetzer erforderlich machen. Durch die Analyse verschiedener historischer Übersetzungen verdeutlicht er, wie terminologische Entscheidungen die spätere Interpretation prägen. Am Fall der kollidierenden Dienstleistungsversprechen entwickelt er eine präzise Übersetzung und zeigt, dass Ulpians Text eine nicht erzwingbare, aber sachgerechte Billigkeitslösung für konkurrierende Dienstverträge formuliert. Der Aufsatz demonstriert exemplarisch, dass sorgfältige Übersetzung vollständiges Textverständnis voraussetzt.

Klíčová slova:
Übersetzung; locatio conductio; Ulpian; D. 19; 2; 26; römisches Vertragsrecht; Dienstvertrag; Werkvertrag; Disambiguierung; juristische Methodik; Übersetzungskultur

Stránky:
191–199
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