Der Aufsatz analysiert Ulpians Text D. 13,7,22,2 und beleuchtet dessen Bedeutung für das Verständnis des Verhältnisses zwischen fiducia, gutgläubigem Besitz und der Frage, wem Früchte zustehen, wenn die wahre Rechtslage verborgen bleibt. Wubbe entwickelt dies anhand des Motivs des „Glücks“ im Sinne eines unentdeckten Rechtsbruchs: Der praedo profitiert scheinbar davon, dass seine Unredlichkeit unbekannt bleibt, während der gutgläubige Besitzer geschützt wird. Durch detaillierte Exegese zeigt der Autor, dass Ulpian keine normative Ausnahme formuliert, sondern lediglich den faktischen Ausgang beschreibt, sofern die Unredlichkeit nicht offenbar wird.
Klíčová slova:
Ulpian; fiducia; gutgläubiger Besitzer; praedo; Früchte; römisches Sachenrecht; actio fiduciae; condictio ex causa furtiva; Rechtsfortbildung; Besitzschutz