Der Beitrag untersucht die bedingte Erbeinsetzung im römischen Recht und deren Verhältnis zur Anwachsung (adcrescere). Anhand zahlreicher Quellenstellen analysiert der Autor, wie die klassische Jurisprudenz mit pendenten Erbteilen umging, insbesondere ob diese bei Tod des bedingt eingesetzten Erben an dessen Erben oder an den Miterben anwuchsen. Im Mittelpunkt stehen die Auslegung der Fälle bei Celsus, Julian, Gaius und anderen Juristen sowie die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Umdeutung in eine unbedingte Einsetzung stattfand. Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede in den römischen Lösungsansätzen und deren dogmatischen Grundlagen.
Klíčová slova:
bedingte Erbeinsetzung; Anwachsung; condicio; römisches Erbrecht; Pendenz; Substitution; hereditas iacens; Celsus; Gaius; Julian