Der Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Rolle und Struktur der Absurditätsargumente in der römischen Jurisprudenz. Der Autor zeigt, dass solche Argumente sowohl konservative als auch innovative Funktionen erfüllen: Sie dienen zur Verteidigung etablierter Rechtsdogmatik, verhindern aber zugleich dogmatische Überdehnungen. Durch zahlreiche Beispiele aus den Digesten wird die Vielschichtigkeit dieser Argumentationsform sichtbar – von logischen und ontologischen bis hin zu praxeologischen und axiologischen Absurditäten. Der Beitrag verdeutlicht, wie diese Argumente rechtliche Entwicklungen ermöglichten und zugleich systemwidrige Lösungen begrenzten.
Klíčová slova:
Absurditätsargument; römische Jurisprudenz; reductio ad absurdum; Rechtsdogmatik; Argumentation; römisches Recht; Digesten; Teleologie