Der Aufsatz bietet eine umfassende Darstellung der Kreuzigungsstrafe im Römischen Reich anhand zahlreicher antiker Quellen. Untersucht werden ihre sakralen Ursprünge, die Entwicklung aus älteren Hinrichtungsformen, ihre Funktion als typisch „sklavische“ Strafe sowie ihre Anwendung auf Peregrine, Rebellen, Räuber und Christen. Besonderes Augenmerk gilt der rechtlichen Stellung römischer Bürger, der sozialen Differenzierung zwischen honestiores und humiliores, der praktischen Durchführung der Kreuzigung, den physiologischen Todesursachen sowie der Abschaffung der Strafe unter Kaiser Konstantin und ihren letzten Nachwirkungen. Die Studie schließt mit systematischen Thesen zur Gesamtentwicklung der Kreuzigung.
Klíčová slova:
Kreuzigung; servile supplicium; römisches Strafrecht; Hinrichtungsarten; Sklaven; humiliores; Prävention; Crurifragium; Konstantin; Antike Rechtsgeschichte.