Der Beitrag untersucht Aufgaben, Arbeitsweisen und Einflussbereiche gelehrter Juristen im spätmittelalterlichen Deutschland. Im Zentrum stehen ihre Funktionen in Städten wie Nürnberg und Köln, ihre vielfältige Tätigkeit in Rechtsberatung, Konsilien, Prozessführung und Gesetzgebung sowie ihre Rolle bei der Rezeption des römisch‑kanonischen Rechts. Anhand zahlreicher archivalischer Konsilien zeigt der Autor, wie Juristen Rechtsnormen interpretierten, kommunale Selbstverwaltung begründeten und Privilegien rechtlich absicherten. Die Studie verdeutlicht, dass Juristen maßgeblich zur Rationalisierung städtischer Verwaltung, zur Entwicklung des Staats‑ und Verwaltungsrechts und zur Ausformung einer gelehrten Rechtskultur beitrugen.
Klíčová slova:
Rezeption des römisch‑kanonischen Rechts; gelehrte Juristen; Konsilien; Stadtverfassung; kommunale Selbstverwaltung; Privilegienrecht; spätmittelalterliches Deutschland; Rechtskultur; Nürnberger Ratsjuristen; römisches Recht; kanonisches Recht