Ost-West-Beziehungen rechtshistorischer und altertumswissenschaftlicher Fachvertreter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Johannes Irmscher (1920-2000) als geheimer Informant für den Staatssicherheitsdienst der DDR

Roč.9,(2004)

Abstrakt
Der Beitrag zeichnet die Spannungen und Einschränkungen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ost‑ und Westdeutschland nach 1945 nach. Im Mittelpunkt steht Johannes Irmscher, langjähriger Bereichsleiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR, dessen Aktivitäten als inoffizieller Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes detailliert dargestellt werden. Wacke beschreibt Irmschers politische Loyalität, seine Überwachung und Benachteiligung von Kollegen, die Reiseprivilegien der „Reisekader“ sowie das Aussterben des römischen Rechts in der DDR. Zugleich zeigt der Aufsatz, wie totalitäre Rahmenbedingungen die Altertumswissenschaften und persönliche Schicksale prägten.

Klíčová slova:
DDR; Wissenschaftsgeschichte; Johannes Irmscher; Staatssicherheit; Inoffizieller Mitarbeiter; Ost‑West‑Beziehungen; römisches Recht; Akademie der Wissenschaften; Reisebeschränkungen; Zensur; Wissenschaftspolitik; Totalitarismus

Stránky:
245–267
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