Urteilswirkungen gegenüber Dritten? Zu Matteo Marrones Lehre von der efficacia pregiudiziale della sentenza

Roč.9,(2004)

Abstrakt
Der Aufsatz untersucht kritisch Matteo Marrones These von der praejudiziellen Wirkung römischer Urteile gegenüber unbeteiligten Dritten, insbesondere im Legisaktionenverfahren. Wacke analysiert zentrale Quellen – etwa zu Testamentsanfechtung, Freilassung und Grundstücksteilung – und entwickelt alternative, weniger weitreichende Interpretationen. Er betont, dass die Beschränkung der Rechtskraft auf die Parteien ein grundlegendes Prinzip des römischen Prozessrechts blieb und nicht durch ältere Verfahrensformen aufgehoben wurde. Die vermeintliche Drittwirkung erklärt er als Ausnahmefälle, Fehlinterpretationen oder durch spezifische Sachverhaltskonstellationen. Zudem setzt er sich mit Max Kasers Theorie des „relativen Eigentums“ auseinander.

Klíčová slova:
römisches Prozessrecht; Rechtskraft; Drittwirkung; legis actio; praejudizielle Wirkung; Matteo Marrone; Trebatius; Labeo; Kaser; relatives Eigentum; hereditatis petitio; usufructus; ius commune

Stránky:
197–219
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