Der Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über Struktur, Inhalte und Nachwirkungen des mittelalterlichen Rechts. Strauch behandelt die Hierarchie der Rechtsquellen, die Genossenschaftsordnung, sowie die Rezeption des römischen und kanonischen Rechts und zeigt deren grundlegende Bedeutung für europäische Rechtsentwicklungen. Er analysiert ausgewählte Bereiche wie Staats‑, Straf‑, Prozess‑ und Privatrecht und weist detailliert nach, inwieweit zentrale Institute – etwa Mehrheitsprinzip, Stellvertretung, Besitzschutz, Naturalrestitution oder Testierfreiheit – bis heute fortwirken. Das mittelalterliche Recht erscheint so nicht als überwundene Epoche, sondern als prägende Grundlage moderner Rechtsordnungen.
Klíčová slova:
Mittelalterliches Recht; Rechtsquellenhierarchie; Genossenschaft; Rezeption des römischen Rechts; kanonisches Recht; ius commune; Inquisitionsprozess; Mehrheitsprinzip; Besitzschutz; Naturalrestitution; Erbrecht; Sachsenspiegel