Der Ungeborene (nasciturus) im römischen, spanischen und iberoamerikanischen Recht. Ein Wertungsproblem im Lichte der Rechtstradition

Roč.6,(2000)

Abstrakt
Der Beitrag untersucht die rechtliche Stellung des nasciturus im römischen Recht sowie seine Rezeption im spanischen und iberoamerikanischen Zivilrecht. Ausgehend von der Maxime conceptus pro iam nato habetur, quotiens de commodis eius agitur zeigt der Autor, dass der ungeborene Mensch im römischen Recht nicht als vollwertige Person galt, aber weitreichenden Schutz erhielt, sobald es um seine eigenen Vorteile ging. Durch Analyse klassischer Quellen und moderner Kodifikationen wird deutlich, dass diese Tradition – verstärkt durch christlichen Einfluss – in vielen hispano‑amerikanischen Rechtsordnungen bis heute fortlebt.

Klíčová slova:
nasciturus; conceptus pro iam nato habetur; römisches Recht; spanisches Zivilrecht; iberoamerikanische Kodifikationen; Erbrecht; Personenrecht; Paulus; Ulpian; tutela ventris

Stránky:
102–123
Metriky

0

Views

0

PDF views