Der Beitrag untersucht das Problem der Wiederheirat einer Witwe während des tempus lugendi im altrömischen Recht. Anhand literarischer und juristischer Quellen, insbesondere der Numa Pompilius zugeschriebenen lex regia, wird gezeigt, dass das Heiratsverbot sowohl religiöse als auch soziale und später zivilrechtliche Gründe hatte. Die Missachtung des Verbots galt als nefas und erforderte eine sühnende Opfergabe. Zudem wird die Entwicklung der Normen sowie der Zusammenhang zwischen Trauerpflicht, religiösen Sanktionen und der Vermeidung einer turbatio sanguinis analysiert.
Klíčová slova:
Widow; tempus lugendi; römisches Recht; Wiederheirat; secundae nuptiae; nefas; Numa Pompilius; Trauerpflicht; turbatio sanguinis; sakrales Recht