Der Aufsatz untersucht die Entwicklung und Struktur des Abstraktionsprinzips im Neueren Gemeinen Recht des 19. Jahrhunderts. Liebs beschreibt die Fortwirkung des römischen Rechts in Deutschland trotz Kodifikationen und erklärt, wie Savigny und seine Schule aus römischen Quellen die Trennung von Verpflichtungs‑ und Verfügungsgeschäft ableiteten. Der Beitrag verfolgt die dogmatische Ausformung des Prinzips über Savigny, Otto Bahr und Jhering hinweg sowie seine Ausstrahlung auf Stellvertretung, abstrakte Schuldversprechen und Grundpfandrechte. Zugleich wird der ökonomische und rechtspolitische Hintergrund der Abstraktion im deutschen Recht beleuchtet
Klíčová slova:
Abstraktionsprinzip; Neuere Gemeine Recht; Savigny; Jhering; Otto Bahr; Verfügungsgeschäft; Verpflichtungsgeschäft; Pandektistik; römisches Recht; Grundschuld; Stellvertretung