Der Beitrag untersucht das Konzept des „sozialen Todes“ in der römischen Gesellschaft vom späten 2. Jh. v. Chr. bis in die Spätantike. Anhand exemplarischer Gruppen – Sklaven, Verschleppte, Arme, Kranke, Alte, Fremde und Christen – beschreibt Herrmann‑Otto, wie soziale Ausgrenzung, Rechtsverlust und Statusminderung zum faktischen Ende gesellschaftlicher Existenz führen. Der Text analysiert außerdem, wie bestimmte Gruppen (v$nbsp;a. Freigelassene und Christen) den sozialen Tod überwinden konnten, etwa durch Integration bzw. die Bildung neuer sozialer Strukturen. Der soziale Tod erscheint so als prägendes Strukturmerkmal römischer Gesellschaftsordnung.
Klíčová slova:
sozialer Tod; Randgruppen; Sklaverei; capitis deminutio; Armut; Fremde; Christen; römische Gesellschaft; Marginalität; Elisabeth Herrmann‑Otto